Quelle: unslpash.com

Einstein, Gutenberg, Da Vinci. Jeder kennt diese genialen Erfinder oder wird spätestens in der Schule über ihre Entdeckungen aufgeklärt. Aber es waren nicht nur Männer, die mit ihrer Arbeit unsere Welt verändert haben. FluxFM Redakteurin Filli Montag stellt fünf geniale Frauen und ihre Erfindungen vor.



Punkt 5: Melitta Bentz

Allen Kaffeepads oder Siebträgermaschinen zum Trotz: in Deutschland wird am liebsten Filterkaffee getrunken. Erfunden wurde dieses simple aber geniale Prinzip in Dresden von Melitta Bentz. Genervt vom Kaffeesatz, greift sie 1908 zu einer alten Blechdose, durchlöchert den Boden mit Hammer und Nagel und legt ihn mit einem zurecht geschnittenen Löschblatt aus dem Schulheft ihres Sohnes aus. Kaffeefilter und Filterpapier sind geboren. Im gleichen Jahr meldet Bentz Patent an. Ihr Startkapital: 72 Reichspfennige. Heute macht das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Millionen Euro.

Punkt 4: Rosalind Franklin

1962 erhalten Francis Crick und James Watson den Nobelpreis für ihre Entdeckung der Struktur des DNA-Moleküls. Den entscheidenden Beweis für die Forschungsergebnisse liefert allerdings die Biochemikerin Rosalind Franklin im Labor nebenan. Mittels Röntgenstrahlung untersucht die Britin die Fasern des DNA-Moleküls. Auf den Aufnahmen ganz deutlich zu sehen: Die Doppelhelix-Struktur. Watson und Crick verwenden Franklins Daten ohne deren Wissen und werden dafür gefeiert. Erst nach Franklins Tod geben die beiden zu: Ohne ihre Forschung hätten sie die Struktur der DNA nie entschlüsselt.

Punkt 3: Grace Hooper

Von ihren Kollegen auch liebevoll „Amazing Grace“ genannt, war Computerpionierin, Informatikerin und Flottilenadmiral der US-amerikanischen Marinereserve. Sie wird nicht umsonst auch „The First Lady of Software“ genannt, denn mit ihren Arbeiten hat sie den Grundstein für die Programmierung gelegt, wie wir sie heute kennen. Dazu zählt auch die Entwicklung der ersten Programmiersprache Flow-Matic, die Befehle aus der englischen Sprache nutzt. 90 Ehrungen kassiert sie für ihre Arbeiten ein, darunter 40 Ehrendoktortitel.

Punkt 2: Katherine Johnson

Den ersten Amerikaner im All hätte es ohne die Mathematikerin nicht gegeben. Vom ersten Menschen auf dem Mond ganz zu schweigen. Mit 18 schließt Johnson den Bachelor in Mathematik mit Auszeichnung ab. Mitte der 50er Jahre fängt die Afroamerikanerin als erste Frau überhaupt in der Abteilung für Flugforschung bei der NASA an und berechnet die Orbitalgleichungen für sämtliche Weltraumflüge der Amerikaner. 2015 gibt es dafür die Presidential Medal of Freedom, die Freiheitsmedaille des Präsidenten, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der Vereinigten Staaten.

Punkt 1: Marie Curie

Curie gelingt es, sich mit ihrem Ehrgeiz und Forschergeist in einer männerdominierten Forscherwelt durchzusetzen. Weil sie als Frau in Polen nicht studieren darf, zieht sie nach Frankreich und erforscht zusammen mit ihrem Mann Pierre die Strahlung von Uranverbindungen. Die beiden schaffen es, zwei bis dato unbekannte radioaktive Elemente, Radium und Polonium, zu isolieren. Für ihre Entdeckungen erhält sie als erste Frau überhaupt den Nobelpreis und ist auch die einzige Wissenschaftlerin, die zweimal mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wird.

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Filli Montag
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